5 Rezepte zum Grillen aus der Natur

Salzburger Grillabend mit heimischen KrĂ€utern, BlĂŒten & Beeren verfeinern

by Silja / 11. August 2022 / Kulinarik / Natur

Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at



Salzburger Grillgenuss mit WildkrÀutern von Wald, Wiese und Wegesrand

Der August ist nochmal eine richtig schöne Zeit, den Sommer zu genießen. Die Kinder haben Ferien und auch bei den Erwachsenen dreht sich das Alltagsrad jetzt meistens etwas langsamer. Warme Temperaturen locken in die Natur und an die Badeseen. An lauen Abenden gesellt man sich gerne mit der Familie und mit Freunden unter freiem Himmel und lĂ€sst den Tag entspannt gemeinsam ausklingen.

Neben einem Besuch in den GastgĂ€rten bei der Pucher Gastro steht jetzt besonders auch wieder eine „Grillerei“ hoch im Kurs. Deswegen habe ich mir in diesem Beitrag ein paar Ideen fĂŒr den „Wilden Grillgenuss“ ausgedacht und Euch fĂŒnf einfache Rezeptideen zum Nachmachen mitgebracht. Wild natĂŒrlich, denn bei mir dreht es sich ja irgendwie immer ein bisschen um WildkrĂ€uter.

Genießt bei Eurem Spaziergang den Panoramablick ĂŒber die Blumenwiese nach Puch

Blumenwiese Puch © TVB Puch - Gerber

Auf den Wiesen in Puch & Umgebung findet man jetzt noch aromatische KrĂ€uter und hĂŒbsche essbare BlĂŒten. An den Hecken und WegrĂ€ndern bietet sich wildes Beerenobst feil. NatĂŒrlich hat jetzt auch in den Salzburger GĂ€rten sonnenreifes GemĂŒse Erntesaison. Aus diesen SchĂ€tzen lassen sich kleine Köstlichkeiten zaubern, die den Grillabend richtig bunt machen, den Sommer unterstreichen und ganz nebenbei nicht nur fĂŒr guten Geschmack, sondern auch fĂŒr einen gesĂŒnderen Grillgenuss sorgen.

Auf der Blumenwiese findet man einige essbare Schönheiten fĂŒr den „Augenschmaus“

Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

NatĂŒrlich macht es auch Spaß gemeinsam KrĂ€uter und Wildobst zu sammeln, wĂ€hrend des Spaziergangs oder beim Gartenrundgang hier und dort essbare BlĂŒten zu pflĂŒcken, um sie zu trocknen und sich auf diese Weise fĂŒr diverse Gelegenheiten ein herrlich duftendes, essbares Potpourri anzulegen und den Sommer damit ein wenig zu konservieren.

Tipp: Gesammelte KrĂ€uter kann man eine Weile im Wasserglas frischhalten und bei Bedarf ein paar BlĂ€ttchen oder BlĂŒten zum WĂŒrzen oder Dekorieren von Speisen abzupfen. Die Schafgarbe findet man auf vielen Wiesen bei uns im  Salzburgerland!



WildkrĂ€uter fĂŒr den Grillgenuss

Beifuß, Dost, Schafgarbe & Quendel: Wilde WĂŒrze & Helfer bei der Fettverdauung

Diese vier KrĂ€uter sind fĂŒrs Grillen besonders interessant. Sie enthalten verdauungsfördernde Ă€therische Öle und Bitterstoffe und sind noch dazu aromatisch. Beifuß beispielsweise wird traditionell zum WĂŒrzen des GĂ€nsebratens hergenommen, denn er fördert die Fettverdauung. Diese Eigenschaft kommt uns natĂŒrlich auch beim Grillen zugute. Und so können wir die GewĂŒrze in Marinaden, Brote, Aufstriche, GetrĂ€nke oder KrĂ€utersalze integrieren, um von ihren guten Eigenschaften zu profitieren.

TIPP: Mit Schafgarbe und Beifuß sollte man noch etwas sparsamer umgehen, als mit Quendel (wilder Thymian) und Dost (wilder Oregano), denn beide sind etwas herber und bitterer.
Bitterstoffe


... sind ĂŒbrigens sekundĂ€re Pflanzeninhaltsstoffe. Es handelt sich hierbei um eine uneinheitliche Stoffgruppe, die sich durch ihren bitteren Geschmack auszeichnet. FĂŒr die Pflanzen dienen Bitterstoffe insbesondere als Fraßschutz.

... sind bei fettem Essen fĂŒr uns Menschen nĂŒtzlich, da sie den Appetit und den Speichelfluss anregen. Sie stimulieren nĂ€mlich die Bitterrezeptoren auf unserer Zunge. Dadurch wird die Produktion von Speichel und Verdauungssekreten in Gang gesetzt. Unser Körper ist jetzt gut auf das Essen vorbereitet. Die KrĂ€uter machen gerade fettes Essen vertrĂ€glicher. Perfekt also fĂŒr das „Grill-Dinner“!

Wo sind diese WildkrÀuter zu finden?

Beifuß (Artemisia vulgaris)
... wĂ€chst auf nĂ€hrstoffreichen Böden und ist hĂ€ufig auf Ruderalfluren, auf Schutt und Schotter anzutreffen. Wir treffen ihn beispielsweise hĂ€ufig entlang des Tauernradweges an der Salzach an. Beifuß lĂ€sst sich im Garten kultivieren. Es handelt sich um einen KorbblĂŒtler.

BEIFUSS - Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Dost (Origanum vulgare)
... wĂ€chst gerne auf kalkhaltigen GrĂŒnden. Wir finden ihn in GebĂŒschen, Hecken, Weg- und WaldrĂ€ndern. Er lĂ€sst sich auch gut im Garten kultivieren. Es handelt sich um einen LippenblĂŒtler.

Dost - Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Schafgarbe (Achillea millefolium)
... wĂ€chst auf Wiesen, Weiden und auch an trockenen HĂ€ngen und WegrĂ€ndern. Die BlĂ€tter sind sehr fein gefiedert und erinnern an eine Augenbraue. Die Schafgarbe wird deswegen auch als „Augenbraue der Venus“ bezeichnet. Sie kann im Garten kultiviert werden. Bio-Saatgut gibt es sogar inzwischen in SupermĂ€rkten zu kaufen oder kann selbst gesammelt werden. Es handelt sich um einen KorbblĂŒtler, wird aber trotzdem manchmal mit DoldenblĂŒtlern verwechselt, unter denen es sehr giftige gibt.

Schafgarbe - Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Quendel (Thymus pulegioides)
... wĂ€chst an sonnigen, warmen und steinigen PlĂ€tzen sowie auf Trockenrasen. In Puch gibt es ein paar Wiesen, wo Quendel wĂ€chst. Man kann ihn jedoch sehr gut bei Bergwanderungen finden und sammeln oder ihn im Garten kultivieren. Es handelt sich um einen LippenblĂŒtler.

Quendel - Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Von allen oben genannten KrĂ€utern können sowohl die BlĂŒten als auch die BlĂ€tter verwendet werden. Bitte nur KrĂ€uter verwenden, die zu 100 Prozent sicher erkannt werden! Man kann sich hierbei BestimmungsbĂŒcher und KrĂ€uterkundige zu Hilfe nehmen.

TIPP: In meinem Buch "Ganz schön wild" habe ich viele Grundlagen fĂŒr das Sammeln und die Verwendung von KrĂ€utern zusammengefasst. Der Grundlagenteil wird durch drei Rezeptteile mit mehr als 120 Ideen fĂŒr Hausapotheke, Schönheit und Genuss abgerundet. Dazu gebe ich in meinem Wilde Möhre Blog meine Erfahrungen und Wissen ĂŒber WildkrĂ€uter weiter!

KrÀuterbuch "Ganz schön wild" © Silja Parke - Wildemöhre.at



Bunte BlĂŒten: Ein wahrer Augenschmaus

Bunte BlĂŒten dĂŒrfen bei uns inzwischen bei kaum einer Mahlzeit fehlen. Das Auge isst ja bekanntlich mit und die BlĂŒten sorgen dafĂŒr, dass einem schon beim Anblick das Wasser im Munde zusammenlĂ€uft. Mein Credo ist es, das Essen nicht nur geschmacklich ansprechend, sondern auch optisch ansehnlich gestaltet werden sollte. FĂŒr mich bedeutet das Tischkultur und es fördert bei allen am Tisch die Freude am bewussten Essen. Das kann nur gesund sein! Und natĂŒrlich tragen auch sekundĂ€re Inhaltsstoffe in den BlĂŒten, wie zum Beispiel Ă€therische Öle, zur Gesundheit bei. Was will man also mehr?

BlĂŒten - Grillrezepte WildkrĂ€uter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Sommer im Glas

Essbare BlĂŒten können frisch oder getrocknet verwendet werden. Damit ich immer welche parat habe, sammle ich den ganzen Sommer hindurch hier und dort ein paar BlĂŒten, trockne sie auf einem Trockenrahmen und fĂŒlle sie, so wie sie gerade kommen, in VorratsglĂ€ser ab. Es ergeben sich daraus herrlich bunte und duftende Mischungen. Ich bediene mich dabei sowohl im Garten als auch in der wilden Natur. Die BlĂŒten werden an den Tellerrand oder ĂŒber Speisen gestreut. Sie können auch in Aufstriche, wie zum Beispiel in meine „BlĂŒten-Grillbutter“ (siehe weiter unten bei den Rezepten) eingearbeitet werden.

BlĂŒtenbutter - WildkrĂ€uter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Zu den essbaren Gartenblumen zÀhlen u.a.:

Goldmelisse | Kapuzinerkresse | Kamille |  Kornblume | Kosmea (Schmuckkörbchen) | Ringelblume | Rose | Malve, Eibisch | Sonnenblume | BlĂŒten diverser GewĂŒrzpflanzen, z.B. Fenchel, Basilikum, Salbei, Thymian, Oregano

Unter den Wildblumen finden wir u.a. folgende essbare BlĂŒten:

GĂ€nseblĂŒmchen |  Goldnessel | Taubnessel | Glockenblume | Flockenblume | HornkleeblĂŒten in Maßen | Rotklee, Weißklee | Salbei, Dost, Quendel |
Weidenröschen | Wildrosen | Witwenblume



Wildbeeren: Sommerliche Drinks & fruchtiger Ketchup mal anders

Aktuell sind WaldrĂ€nder, WegsĂ€ume und Hecken voll mit reifen Brombeeren. Man sieht sie in Puch auch hĂ€ufig ĂŒppig ĂŒber GartenzĂ€une hĂ€ngen, hier sollte man jedoch erst höflich fragen, bevor man sich bedient. Schon beim PflĂŒcken steigt einem oft ein duftiges Aroma in die Nase, fast wie parfĂŒmiert, beim Kochen kommt es noch mehr heraus. Neben dem guten Duft sind Brombeeren sehr schmackhaft und lassen sich prima zu zahlreichen Köstlichkeiten verarbeiten, nicht nur zu KonfitĂŒre, was ja sehr naheliegend ist.

Brombeeren - Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Was macht Brombeeren gesund?

BrombeerfrĂŒchte sind reich an Vitamin C, enthalten aber auch B-Vitamine und Vitamin E. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen sowie Anthocyane, welche fĂŒr die dunkle Farbe der Beeren verantwortlich sind und als RadikalfĂ€nger gelten. Insgesamt stĂ€rken die FrĂŒchte unseren Organismus, unterstĂŒtzen den Stoffwechsel und schĂŒtzen unsere Zellen.

Botanischer „Brombeer-Exkurs“: Ist die Brombeere denn wirklich eine Beere? Was glaubt ihr?

Es gibt unzĂ€hlige verschiedener Brombeerarten. Allein in Europa wurden mehr als 2.000 beschrieben. Botanisch gesehen handelt es sich ĂŒbrigens nicht um eine Beere, sondern um eine sogenannte „Sammelsteinfrucht“. Der Fruchtstand, den wir umgangssprachlich als „Beere“ bezeichnen, setzt sich aus lauter kleinen kugelförmigen EinzelfrĂŒchten zusammen und sitzt auf einem kegelförmigen Fruchtboden. Wenn sich die Frucht leicht vom Boden ablösen lĂ€sst, ist sie reif. Die TeilfrĂŒchte bilden sich aus den einzelnen FruchtblĂ€ttern der BlĂŒte und jede Teilfrucht enthĂ€lt auch einen winzigen Stein und in dessen Inneren, den Samen. Vergleichbar sind die EinzelfrĂŒchte vom Aufbau her zum Beispiel mit einer Kirsche, die botanisch zu den SteinfrĂŒchten gehört. Himbeeren sind ĂŒbrigens auch SammelsteinfrĂŒchte und Erdbeeren zum Beispiel sogenannte „SammelnussfrĂŒchte“, hier sitzen winzige NĂŒsschen auf einem fleischigen, hochgewölbten BlĂŒtenboden. Ich finde diese Dinge wahnsinnig spannend, ihr auch? Wer hĂ€tte zum Beispiel geglaubt, dass eine Gurke botanisch gesehen auch eine Beere ist? Genaugenommen eine Panzerbeere, wegen der der harten Außenhaut!

Brombeer-Deko fĂŒr Sommerfeste

Aus Brombeeren lassen sich auch schöne KrĂ€nze binden und hĂŒbsche Tischdeko zaubern. Ich stecke die Zweige auch gerne in wilde BlumenstrĂ€uße. Hier auf dem Bild Brombeer-Deko mit Kerze. FĂŒr die Deko verwende ich Zweige, die hauptsĂ€chlich grĂŒne und rötliche unreife Brombeeren enthalten.

Brombeer-Deko, Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at



Grillabend: 5 einfache Rezepte aus WildkrĂ€uter, BlĂŒten & Brombeeren

 



1. Sommerliche Brombeer-Limonade & Brombeer-Gin

Herstellung des Brombeersirups als Basis fĂŒr sommerliche GetrĂ€nke. Aus 500 g Brombeeren erhĂ€lt man ungefĂ€hr 400 ml Sirup und 100 g Fruchtmus fĂŒr den Ketchup (siehe Punkt 2).

Zutaten:

500 g Brombeeren | 125 ml Wasser | Saft Âœ halben Zitrone | 400 g Zucker | 1/3 ausgekratzte Vanilleschote | 2 Pimentkörner |
1 GewĂŒrznelke | 1 Prise Salz

Zubereitung:
  • Brombeeren in einem Topf mit Wasser ĂŒbergießen und aufkochen.
  • GewĂŒrze und Zucker hinzufĂŒgen.
  • Den Zucker unter RĂŒhren auflösen und zehn Minuten zugedeckt köcheln lassen.
  • Zum Schluss den Zitronensaft unterrĂŒhren.
  • Durch ein Sieb oder einen Filter abseihen und in eine gut gereinigte Flasche abfĂŒllen.
  • Den Trester fĂŒr den Ketchup durch die Flotte Lotte drehen und zu Mus verarbeiten.

Brombeeren - Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

TIPP: Der Sirup und das Ketchup sind einige Wochen im KĂŒhlschrank haltbar.
Verwendung:

Den Sirup auf Eis mit Wasser aufgespritzt oder mit Gin begießen. FĂŒr den Gin Crushed Ice in ein Glas fĂŒllen, 4 cl Gin, 2,5 cl Brombeersirup und 1,5 cl Zitronensaft hinzufĂŒgen, vorsichtig umrĂŒhren und nochmals mit etwas Crushed Ice auffĂŒllen. Sowohl die Limonade als auch der Gin schmecken gut mit einem frischen Rosmarinzweig. Dieser ist noch dazu dekorativ.



2. Fruchtiger Tomaten-Brombeer-Ketchup

Der leckere Ketchup ist mal was anderes und kommt aufgrund der FruchtsĂŒĂŸe vollkommen ohne Haushaltszucker aus. Ein Vorteil gegenĂŒber gekauftem Ketchup. Zudem ist die Kombination aus Tomate und Brombeere wirklich etwas Besonderes. Der Ketchup passt zu gegrilltem GemĂŒse, Fleisch oder zu Kartoffel-Wedges.

TIPP: FĂŒr die Wedges werden 1 kg Kartoffeln geachtelt und in einer Marinade bestehend aus 3 EL Oliven- oder Sonnenblumenöl, 1 EL PaprikagewĂŒrz, 1 TL Steinsalz und 1 TL Pfeffer gewendet, bis sie gleichmĂ€ĂŸig benetzt sind. Dann werden sie im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Ober- Unterhitze goldbraun gebacken. Dies dauert ca. 30 bis 40 Minuten.

Wedges - Brombeer-Ketchup, Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Zutaten Ketchup:

500 g sonnenreife Tomaten | 250 g Tomatenpassata | 1 kleiner Apfel, 1 kleine Nektarine oder Pflaume | 1 EL Olivenöl | 1 rote Zwiebel | 1 Knoblauchzehe | 1-2 EL Honig | 3 Pimentkörner | 3 Wacholderbeeren | 1 TL Senfsamen | 1 GewĂŒrznelke | 1 Lorbeerblatt | Einige Zweige Dost, Rosmarin, Quendel | 50 ml Weinessig | 1 klitzekleine Prise Zimt | 100 g Brombeermus | Salz und Pfeffer zum Abschmecken | 

Ergibt ungefĂ€hr ein 290 ml Weckglas voll. FĂŒr mehr als 4 Personen am besten gleich die doppelte Menge anfertigen.

Zubereitung:
  • Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Apfel/Nektarine in WĂŒrfel schneiden.
  • Öl in einer Pfanne erhitzen und die oben genannten Zutaten darin dĂŒnsten. Honig darĂŒber geben und unter RĂŒhren etwas karamellisieren.
  • GewĂŒrze hinzufĂŒgen und einige Minuten dĂŒnsten.
  • Jetzt Tomaten, Tomatenpassata, Essig und KrĂ€uterzweige hinzufĂŒgen und ca. 3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  • Durch die flotte Lotte passieren, Brombeermus unterrĂŒhren und solange auf kleiner Flamme und unter RĂŒhren reduzieren, bis der Ketchup die gewĂŒnschte Konsistenz hat. Zum Schluss mit ganz wenig Zimt, aber krĂ€ftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

 



3. BlĂŒten-Grillbutter

Die Butter lĂ€sst sich gut vorbereiten und kann im Gefrierschrank aufbewahrt werden. Sie ist im Nullkommanichts aufgetaut. Die Butter passt zu Brot und Baguette. Man kann die Butter auch wunderbar ĂŒber dem heißen Grillgut zerlassen.

Zutaten:

250 g handwarme, weiche Butter | 1 Handvoll KrĂ€uter, zum Beispiel Schnittlauch, Dill, Petersilie, WildkrĂ€uter: Dost, Quendel, Beifuß | 1 Handvoll essbare BlĂŒten frisch oder getrocknet | 1-2 Knoblauchzehen | Fein abgeriebene Schale von Âœ Zitrone | Âœ TL Salz

Zubereitung:
  • KrĂ€uter und BlĂŒten fein schneiden
  • Knoblauch fein schneiden und etwas anquetschen.
  • KrĂ€uter, BlĂŒten, Knoblauch, Zitronenabrieb und Salz der Butter hinzufĂŒgen und gleichmĂ€ĂŸig miteinander vermengen.
  • Die Butter in Silikonförmchen streichen und im Gefrierschrank fest werden lassen.
  • Aus der Form pressen und servieren.

BlĂŒtenbutter - Grillrezepte WildkrĂ€uter © Silja Parke - Wildemöhre.at



4. WildkrÀuter-Knoblauch-Baguette

Zutaten fĂŒr 3 Baguettes:

Vorteig: 100 g glattes Weizenmehl Typ 700 | 10 g Frischhefe | 80 g Wasser

Hauptteig: 10 g Frischhefe |  400 g Wasser, ggf. etwas mehr | 900 g glattes Weizenmehl Typ 700 | 20 g Salz | 3 EL getrocknete oder frische KrĂ€uter (Schafgarbe, Beifuß, Dost, Quendel).

Zubereitung Baguette:
  • FĂŒr den Vorteig alle Zutaten miteinander mischen und den Teig fĂŒr 3 bis 4 Stunden zugedeckt, an einem warmen Ort und ohne Zugluft ruhen lassen.
  • Nun den Hauptteig vorbereiten. Hefe im Wasser lösen, mit den weiteren Zutaten mischen und gut verkneten. Zum Schluss den Vorteig hinzufĂŒgen und erneut gut kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Wenn der Teig zu trocken ist, einfach noch etwas Wasser hinzufĂŒgen, bis er die gewĂŒnschte Beschaffenheit hat. Den Teig erneut 1 Stunde ruhen lassen.
  • Den Teig in drei gleich große Teile trennen, die Teiglinge erst rundschleifen und dann langwirken. Ein paar weitere Minuten gehen lassen und das Brot alle 2 cm schrĂ€g und tief einschneiden, aber nicht den Boden durchtrennen. Die weiche Knoblauchbutter in den Schlitzen verteilen. Das Baguette mit Wasser bestreichen und mit KrĂ€utern bestreuen.
  • Im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad goldbraun backen (etwa 20 bis 25 Minuten, je nach Ofen kĂŒrzer oder lĂ€nger) und heiß servieren. Die Abschnitte können mit der Hand vom Baguette heruntergebrochen werden

Grillrezepte WildkrÀuter © Silja Parke - Wildemöhre.at

Knoblauchbutter:

FĂŒr die Knoblauchbutter 250 g weiche Butter mit 1 TL Steinsalz und 6-9 ausgedrĂŒckten Knoblauchzehen grĂŒndlich mischen. Das Baguette kann auf Wunsch auch ohne Knoblauchbutter zubereitet werden. Dann sollten die Einschnitte nicht so tief gemacht werden.



5. WildkrĂ€uter-GemĂŒse-Grillspieße

Die KrĂ€uter lassen sich auch wunderbar als Grillspieße verwenden. GemĂŒse wird vorher in einer selbstgemachten Marinade mit WildkrĂ€utern mariniert und dann auf die StĂ€ngel von Beifuß, Dost und Schafgarbe gespießt.

Tipp: Zum Grillen der Spieße empfehlen sich Grillschalen. Es gibt Mehrwegvarianten aus Edelstahl. So brennt nichts an und es bleibt ein buntes GrillvergnĂŒgen!
Zutaten Marinade:

200 ml Sonnenblumenöl | 1 Handvoll aromatische KrĂ€uter, zum Beispiel, Dost, Quendel, Rosmarin, etwas Beifuß | 2-3 Knoblauchzehen | 1 EL Weinessig | 2 EL Zitronensaft | 1 TL Honig | auf Wunsch Chiliflocken | Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung:

  • KrĂ€uter und Knoblauch fein schneiden, mit den ĂŒbrigen Zutaten vermengen und pikant abschmecken. GemĂŒse, wie Paprika, Zucchini oder Zwiebel fĂŒr einige Stunden marinieren und dann auf die WildkrĂ€uterspieße stecken.
  • FĂŒr die KrĂ€uterspieße die StĂ€ngel von den BlĂ€ttern weitestgehend befreien, sodass nur noch oben ein paar BlĂŒten und BlĂ€tter stehenbleiben. Um das Aufstecken des GemĂŒses zu erleichtern, können die PflanzenstĂ€ngel unten mit einem Messer etwas angespitzt werden. Es empfiehlt sich fĂŒr die StabilitĂ€t krĂ€ftige StĂ€ngel zu verwenden.
  • Die Spieße werden in der Grillschale auf dem Grill gegart.

GemĂŒse-Grill-Spieße: Grillrezepte WildkrĂ€uter © Silja Parke - Wildemöhre.at



Sommer, Sonne, KrÀuterzeit im Salzburgerland

Ich freue mich, wenn ich euch inspirieren konnte und ihr Lust bekommen habt, euer sommerliches „Grill-Dinner“ mit (Wild)krĂ€utern und (Wild)beeren aufzupeppen oder ein paar fabenfrohe BlĂŒten im Glas zu konservieren.

Seht meine Ideen als Anregungen und werdet einfach selbst kreativ. Es macht so viel Spaß sich immer wieder neue Wege auszudenken und KrĂ€uter in den bestehenden Speiseplan einzubauen.

Viel Freude dabei, habt eine feine Sommer- und Grillzeit!

 

Herzlichst eure Silja
alias Wilde Möhre

TIPP: KrĂ€uterweihe am 15. August! Traditionell ist die KrĂ€uterweihe mit dem Festtag Maria Himmelfahrt verbunden, an dem vielerorts Messen und Prozessionen abgehalten werden. So wie auch bei uns in der Pfarrkirche Puch und der Wallfahrtskirche St. Jakob am Thurn. Weitere Bezeichnungen wie „WĂŒrzbĂŒschelweihe“ und „KrĂ€uterweihtag“ spiegeln die wichtige Rolle wider, welche die KrĂ€uter einst bei diesem Fest spielten. Jetzt beginnt der „Frauendreißiger“. Ein Zeitraum von 30 Tagen, in dem die KrĂ€uter als besonders heilkrĂ€ftig und wirkungsvoll gelten. Um diese Eigenschaften noch zu verstĂ€rken, werden die KrĂ€uter in der Kirche geweiht. Diese schöne Tradition lebt bis heute fort. Vielerorts werden KrĂ€uterbĂŒschel gebunden, die teilweise aus einer bestimmten Anzahl von KrĂ€utern bestehen (Zahlenmagie) und zur Segnung in die Kirche gebracht werden.



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