550 Jahre Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn in Puch bei Salzburg

Jakobikirtag mit Fahnenweihe und historischem Schützentanz

by Barbara / 30. Juli 2026 / Event / Tradition

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner



Ein Festwochenende im Salzburgerland voller Zusammenhalt und Tradition

550 Jahre Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn und 100 Jahre seit der Wiedergründung wurden mit einem beeindruckenden zweitägigen Fest gefeiert. Die Jakobischützen, die wegen ihrer charakteristischen roten Röcke auch liebevoll die „Rotmantei“ genannt werden, zeigten dabei einmal mehr, wie lebendig Brauchtum, Gemeinschaft und Heimatverbundenheit in St. Jakob am Thurn bis heute gelebt werden.

Die Geschichte des Vereins reicht bis ins Jahr 1476 zurück. Damals wurde die Jakobibruderschaft von Erzbischof Bernhard von Rohr angesichts der drohenden Türkengefahr als Bauernwehr zum Schutz der Heimat gegründet. Was vor 550 Jahren begann und 1926 wieder neu gegründet wurde, wird heute von Generation zu Generation weitergetragen.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Geschichte - Foto: Bobby Kermauer

Vor rund 20 Jahren durfte ich selbst als Marketenderin Teil der Jakobischützen sein und den historischen Schützentanz insgesamt achtmal mittanzen. Umso mehr freue ich mich, das große Jubiläumswochenende heuer mit der Kamera begleitet zu haben. Gemeinsam mit anderen Fotografen wurden viele besondere Momente festgehalten, die ich hier für euch zusammengesammelt habe.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: Patrick Bedek



Feierlicher Festauftakt mit Fahnenweihe

Mit der feierlichen Weihe der neuen Vereinsfahne startete das Jubiläumswochenende am 25. Juli – passend am Namenstag des Heiligen Jakobus, des Schutzpatrons der Jakobischützen. Zahlreiche Gastvereine, Fahnenabordnungen und Ehrengäste kamen nach St. Jakob am Thurn, um diesen besonderen Festakt gemeinsam zu begehen. Was folgte, war ein Fest voller bewegender Augenblicke, gelebter Tradition und großer Gemeinschaft.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: Patrick Bedek

Zahlreiche Vereine und Gäste erwiesen den Jakobischützen die Ehre

Die eingeladenen Vereine und Fahnenabordnungen trafen am Samstagnachmittag beim Vereinshaus in St. Jakob ein. Anschließend erfolgte der gemeinsame Aufmarsch zur Festwiese. Ein besonders festliches Bild bot die Ankunft der Fahnenmutter Margarethe Angerpointner und der drei Fahnenpatinnen, Anna Krispler, Theresia Wintersteller und Andrea Hager. Sie wurden mit einer geschmückten Ehrenkutsche von der ehemaligen Markedenterin Marlene und ihrem Mann Johannes Huber vom Gut Mühllehen aus Elixhausen zum Festakt gebracht.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner

Zur Fahnenweihe wurden zahlreiche Gastvereine und Fahnenabordnungen aus Puch und dem Tennengau begrüßt. Gemeinsam mit den Jakobischützen nahmen neben den Fahnenabordnungen der Tennengauer Schützenkompanien und örtlichen Vereine und Körperschaften, die Historische Schützenkompanie Puch, die Prangerschützen Oberalm und die Prangerschützen Elsbethen am Festakt teil. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Musikkapelle Puch, die Trachtenmusikkapelle Elsbethen und die Trachtenmusikkapelle Krispl-Gaißau. Der musikalische Auftakt, der Einzug der Fahnen und die Aufstellung der Vereine verliehen dem Festakt von Beginn an einen würdevollen Rahmen. 

550 Jahre Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn - Fahnenweihe - Schützenkompanie Puch © Salzburger Heimatvereine/ Michael



Festmesse zum 550 Jahre Jubiliäum mit Fahnenweihe

Bei strahlendem Sonnenschein entstand mit den Schützen, den Musikkapellen und den vielen Fahnen ein außergewöhnliches Gesamtbild. Die Fahnenweihe fand auf dem leicht erhöhten Grundstück der Fahnenmutter oberhalb der Festwiese statt. Von dort bot sich ein beeindruckender Blick über die gesamte Feier: Rechts und links standen die Fahnen der Gastvereine Spalier, in der Mitte befand sich der Altar für den Wortgottesdienst.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner

Daneben stand ein eigens angefertigter hölzerner Fahnenständer mit dem aufgemalten Fähnrich der Jakobischützen. Dieser trug die neue Fahne bereits während der Festmesse und präsentierte sie bis zur feierlichen Übergabe.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: Hannes Schneider



Die neue Fahne als Zeichen der Gemeinschaft

Die Segnung der neuen Vereinsfahne der Jakobischützen erfolgte im Rahmen eines Wortgottesdienstes durch Dechant Markus Danner. Nach ihrer Segnung legten die Fahnenmutter und die Fahnenpatinnen ihre Hände auf die Fahne, bevor die Fahne offiziell an den Fähnrich und damit an den Verein übergeben wurde.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner

Die Fahnenmutter richtete dabei folgende Worte an die Jakobischützen:

„Ich übergebe euch diese Fahne. Haltet sie hoch und haltet sie in Ehren. Möge sie euch stets Zeichen der Gemeinschaft und der Treue zu den Jakobischützen sein.“

Der Fähnrich Andreas Krispler antwortete stellvertretend für den Verein:

„Wir übernehmen diese Fahne mit Stolz und Dankbarkeit. Wir geloben, sie in Ehren zu tragen und unserem Verein treu zu dienen.“

Die Fahne soll den Verein künftig bei kirchlichen Festen, Jubiläen und Ausrückungen begleiten. Sie ist dabei weit mehr als ein sichtbares Vereinszeichen: Sie steht für die lange Geschichte der Jakobischützen, ihre Werte und die Verbundenheit der Mitglieder untereinander. Bereits seit 1738 prägen die roten, hispanischen Röcke das Erscheinungsbild der Jakobischützen. Damals unterstützte Feldzeugmeister Josef Anton Graf von Plaz die Einkleidung der Bruderschaft nach dem Vorbild des spanischen Wallfahrtsortes Santiago de Compostela – bis heute eines der unverwechselbaren Merkmale der „Rotmantei“.

550 Jahre Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn - Fahnenweihe © Salzburger Heimatvereine/ Michael



Die Fahnenbänder und ihre Bedeutung

Nach der Übergabe erhielt die neue Fahne ihre vier symbolträchtigen Fahnenbänder. Eines von der Fahnenmutter, ein Band von den drei Fahnenpatinnen, das Band mit den gravierten Fahnennägeln der Fahnenspender vom Kassier Christoph Gimpl und das Trauerband der Jakobischützen von Ehrenhauptmann Anton Hager sen, die damit persönliche Wünsche für die Zukunft verbanden.

550 Jahre Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn - Fahnenweihe © Salzburger Heimatvereine/ Michael

Die Worte bei der Übergabe handelten von Einigkeit, Kameradschaft, Treue und Zusammenhalt. Das Fahnenspenderband erinnert an alle Gönnerinnen und Gönner, die mit ihrer Unterstützung zur Anschaffung der neuen Fahne wesentlich beigetragen haben. So sagte der Kassier:

„Mit diesem Fahnenspenderband danken wir allen Spenderinnen und Spendern, die zur Anschaffung unserer neuen Fahne beigetragen haben. Möge diese Fahne ihre Großzügigkeit und ihre Verbundenheit mit den Jakobischützen sichtbar machen. Als Zeichen unseres aufrichtigen Dankes überreiche ich dieses Band unserer neuen Fahne.“

Auch der Tourismusverband Puch unterstützte die Anschaffung der neuen Fahne mit dem Kauf eines Nagels am Gönnerband und wünscht den Jakobischützen viele schöne Ausrückungen mit ihrer neuen Fahne.

 550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner

Ein stiller und besonders berührender Moment war die Übergabe des Trauerbandes durch Ehrenhauptmann Anton Hager mit diesen Worten:

„Dieses Trauerband soll uns stets an jene erinnern, die vor uns gewirkt haben und nicht mehr unter uns sind. Wir bewahren ihnen ein ehrendes Andenken und Danken für ihren Einsatz für unseren Verein, unsere Gemeinschaft und unsere Heimat. Möge ihre Verbundenheit mit den Jakobischützen in unserer Erinnerung weiterleben.“

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: aartgenossen.com



Festansprachen und Ehrungen der Gemeinde Puch

Auch zahlreiche Ehrengäste nahmen am Festakt teil. Zu den Festrednern gehörten Bürgermeisterin Barbara Schweitl, Landesschützenkommandant Sepp Braunwieser und Landtagsabgeordneter Mag. Karl Zallinger als Vertreter des Landes Salzburg. Die Gemeinde Puch nutzte den feierlichen Rahmen in St. Jakob am Thurn, um drei Persönlichkeiten für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement auszuzeichnen.

Ehrenhauptmann der Jakobischützen Anton Hager sen. erhielt für seine langjährige Tätigkeit als Hauptmann die Ehrenmünze der Gemeinde Puch. Ebenfalls mit der Ehrenmünze ausgezeichnet wurde Hermann Mayrhuber, selbst auch ein Jakobischütz - für sein langjähriges Wirken als Obmann des örtlichen Fussballvereins HFC St. Jakob. Anton Brunnauer wurde für seinen langjährigen Einsatz als Hauptmann Stellvertreter der Jakobischützen mit dem Ehrenbecher der Gemeinde Puch geehrt. Herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung und vielen Dank für den jahrzehntelangen Einsatz für das Vereinsleben in St. Jakob am Thurn.



Ein seltenes Schauspiel: der Freundschaftsgruß der Fahnen

Zu den eindrucksvollsten Momenten der Feier gehörte der Freundschaftsgruß der Fahnen. Die neue geweihte Fahne der Jakobischützen wurde vom Fähnrich hinunter zum Festplatz getragen. Anschließend traten die Fähnriche der Gastvereine einzeln mit ihren Fahnen vor. Die Fahnen wurden gesenkt und berührten sich jeweils rechts und links – beinahe wie eine feierliche Begrüßung zwischen zwei Personen.

550 Jahre Jakobischützen - Fahnenweihe - Foto: aartgenossen.com

Danach kehrte die jeweilige Gastfahne zu ihrem Verein zurück und die nächste Fahne trat vor. Das Ganze wurde musikalisch von den drei Musikkapellen feierlich umrahmt. Dieser traditionelle Gruß steht für Freundschaft, Respekt und die Verbundenheit der Vereine. Da ein solcher Ablauf heute nur noch selten zu sehen ist, war er für viele Gäste ein ganz besonderes Erlebnis.



Defilierung beim Vereinshaus

Nach der Ehrensalve der Historischen Schützenkompanie Oberalm und dem gemeinsamen Abschluss mit der Salzburger Landeshymne formierten sich die Vereine zum Festumzug.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner

Gemeinsam ging es von der Festwiese zurück in Richtung Festzelt. Beim Vereinshaus erfolgte die Defilierung, bei der die Gastvereine und Fahnenabordnungen an den Ehrengästen, den Jakobischützen, der Musikkapelle Puch und den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern vorbeimarschierten.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner



Stimmung und Salzburger Ochsenbraten im Festzelt

Nach dem Festakt wurde im Festzelt gemeinsam weitergefeiert. Die Elsbethner Musikanten sorgten für beste Stimmung und einen gelungenen musikalischen Ausklang des ersten Festtages.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner

Auch kulinarisch erinnerte das Jubiläum an das große 540-Jahre-Fest vor zehn Jahren, das damals in einem großen Festzelt gefeiert wurde. Anstelle der beim jährlichen Jakobikirtag üblichen Grillhendl mit Pommes wurde an beiden Jubiläumstagen Salzburger Ochsenbraten mit Knödel und Salat serviert. Dazu gab es Ochsenburger, Fetzensemmel, Kartoffelchips und selbstgemachte Torten und Kuchen der St. JakoberInnen.



Der traditionelle Jakobikirtag am Sonntag

Nach der großen Fahnenweihe am Samstag gehörte der Sonntag dem alljährlichen Jakobikirtag, der traditionell am letzten Sonntag im Juli rund um den Namenstag vom Heiligen Jakobus am 25. Juli stattfindet. Der Festtag begann mit der Festmesse von Dechant Markus Danner am Kirchplatz und der anschließenden Jakobi-Prozession durch den Ort. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Puch und dem Kirchenchor feierlich umrahmt. Eine Besonderheit in St. Jakob sind die sogenannten Frauenträgerinnen, die die Statue der Heiligen Muttergottes sowie die vier Jakobschützen, welche die Statue des Heiligen Jakobus, bei der Prozession durch das Dorf tragen. Dazu hält der Pfarrer bei der Prozession die Monstranz fest in der Hand und schritt dieses Jahr erstmals unter dem neuen Baldachin der Pfarre. Der sogenannte "Himmel" wird dabei von vier Jakobischützen getragen.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Foto: TVB Puch - Lackner

Festzeltstimmung am Jakobikirtag

Nach der feierlichen Festmesse zogen die Vereine ins Festzelt ein und feierten mit den zahlreichen Besuchern beim Frühschoppen der Musikkapelle Puch. Mit bester Blasmusik unter der musikalischen Leitung von Kapellmeisterin Eva Wagner, wundervollen Stücken mit Gesang und großartigen Liedern, sorgten sie für beste Bierzeltstimmung. Die letzten Märsche wurden traditionell von den Ehrengästen dirigiert. Vize-Bürgermeister Ernst Sams wechselte zum Schlagzeug, Bürgermeisterin Barbara Schweitl schwang den Taktstock zum Böhmischen Traum und Hauptmann Martin Krispler schloss traditionell den Frühschoppen mit dem Rainermarsch bei tosendem Applaus.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Frühschoppen - Foto: TVB Puch - Lackner

Am Nachmittag übernahmen die „Zwoa Zylinda“ die musikalische Unterhaltung bis zum Festausklang am späteren Abend. Mit vielen bekannten Hits und lustigen Sprüchen sorgten die zwei Armstorfer Brüder aus Puch für beste Stimmung im Festzelt.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Foto: TVB Puch - Lackner

Auch die neu geweihte Vereinsfahne konnte am Sonntag noch einmal aus der Nähe betrachtet werden. Der hölzerne Ständer mit dem aufgemalten Fähnrich der Jakobischützen, der die Fahne bereits während der Festmesse gehalten hatte, stand nun im Festzelt. Dort hatten alle Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die neue Fahne und ihre vielen Details genauer zu bestaunen und das ein oder andere Foto zu machen. So wie ich von den vier Fahnen-Damen eins machte und auch von uns ehemaligen Markedenterinnen der Jakobischützen, ein Erinnerungsfoto gemacht worden ist.



Jakobikirtag - ein Fest für die ganze Familie

Auch für die jüngsten Gäste wurde beim Jakobikirtag wieder einiges geboten. Der Spielplatz direkt am Festzelt, die Verkaufstände mit allerhand Süßem und die Hüpfburg, die der Tourismusverband Puch zur Verfügung stellte, sorgten für viel Spaß bei den jüngsten Besucherinnen und Besuchern.

Dazu fand im Schlossgarten auch wieder das beliebte Kasperltheater der Familie Flatz statt. Erstmals zu sehen war ein Jakobischütz, namens Sepp in schönster "Rotmantei" Uniform. Sepp versuchte den Hans Wurst davon zu überzeugen, ebenfalls den Jakobikirtag zu besuchen und mit ihm ins Festzelt zu gehen. Die neue Figur sorgte für viele Lacher und stellte gleichzeitig auf humorvolle Weise eine Verbindung zwischen dem Kinderprogramm und dem Jubiläum der Jakobischützen her.



Historischer Schützentanz der Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn

Der Höhepunkt des Kirtags war um 16 Uhr die Aufführung des historischen Schützentanzes. Dieser wurde bereits 1738 erstmals urkundlich erwähnt und gehört damit seit fast drei Jahrhunderten zu den wichtigsten Traditionen der Jakobischützen. 

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Schützentanz - Foto: TVB Puch - Lackner

Tipp: mehr über den Jakobikirtag mit historischen Schützentanz erfahrt ihr im PUCH Magazin Beitrag "Jakobikirtag und der Schützentanz - Das Fest der Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn"

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Schützentanz - Foto: TVB Puch - Lackner



Ein Jubiläum, das in Erinnerung bleibt

Mit der feierlichen Fahnenweihe, dem beeindruckenden Freundschaftsgruß der Fahnen, dem traditionellen Jakobikirtag mit dem historischen Schützentanz und unzähligen schönen Begegnungen haben die Jakobischützen eindrucksvoll gezeigt, dass ihr Verein auch nach 550 Jahren lebendiger denn je ist. Was einst als Bauernwehr zum Schutz der Heimat begann, ist heute gelebtes Brauchtum, das von Generation zu Generation weitergegeben wird und Menschen zusammenbringt.

TIPP: Wer sich noch intensiver mit der Geschichte der Jakobischützen beschäftigen möchte, dem sei die umfangreiche Vereinschronik empfohlen, die Hauptmann Martin Krispler zum 540-Jahr-Jubiläum erstellt hat. Darin finden sich viele historische Bilder, spannende Hintergründe und zahlreiche Meilensteine aus über einem halben Jahrtausend Vereinsgeschichte. Einige Exemplare sind noch erhältlich – bei Interesse können die Jakobischützen unter jakobischuetzen@gmx.at kontaktiert werden.

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner

Auf meine Nachfrage fand Hauptmann Martin Krispler bewegende Worte, die das gesamte Jubiläumswochenende wohl am besten zusammenfassen:

„Ein Fest wie dieses entsteht nicht durch die Arbeit eines Einzelnen, sondern durch das Herz, den Einsatz und den Zusammenhalt vieler. Als Hauptmann der Jakobischützen danke ich allen, die in den vergangenen Monaten und besonders an diesem Festwochenende mitgeholfen haben – unseren Mitgliedern, ihren Familien, den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, den Musikern, den Gastvereinen, unseren Ehrengästen sowie allen Besucherinnen und Besuchern. Gemeinsam haben wir ein Fest gefeiert, das uns noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. Vergelt's Gott für eure Unterstützung und eure Verbundenheit mit den Jakobischützen St. Jakob am Thurn.“

550 Jahre Jakobischützen - Jakobikirtag - Fahnenweihe - Foto: TVB Puch - Lackner

Auch ich gratuliere den Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn herzlich zu diesem rundum gelungenen Jubiläumsfest. Die „Rotmantei“ haben mit viel Herzblut, Engagement und unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern ein Fest auf die Beine gestellt, das der 550-jährigen Vereinsgeschichte mehr als gerecht wurde. Für die Zukunft wünsche ich dem Verein mit seiner neuen Fahne viele schöne Ausrückungen, unvergessliche Momente und weiterhin so viel Zusammenhalt. Es freut mich besonders, dieses außergewöhnliche Jubiläum von der Bewerbung im Vorfeld bis hin zu den beiden Festtagen begleitet und mit meinen Bildern viele Erinnerungen für die kommenden Generationen festgehalten zu haben. Wenn in vielen Jahren auf das 550-Jahr-Jubiläum zurückgeblickt wird, sollen diese Bilder nicht nur an zwei Festtage erinnern, sondern an die vielen Menschen, die dieses besondere Jubiläum mit ihrem Engagement möglich gemacht haben.

Danke an alle Fotografen zur Verfügungstellung eurer Aufnahmen!

Bildquelle: Josef Wind, Patrick Bedek, Hannes Schneider - aartgenossen.com, Ludwig Angerpointner, Salzburger Heimatverein - Michael, TVB Puch - Barbara Lackner 

Dank an alle Fotografen - 550 Jahre Jakobischützen

Noch viele weitere Fotos, Videos und Eindrücke vom Festwochenende findet ihr auf Facebook und Instagram unter @jakobischuetzen, wo in den Highlights auch zahlreiche Videoaufnahmen der beiden Festtage zu sehen sind.

Welcher Moment des Jubiläumswochenendes hat euch am besten gefallen? Erzählt es uns in den Kommentaren! 👇



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